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Stüdenitz-Schönermark

Vorschaubild

Einwohnerzahl: 578 (Stand: 31.12.2015)

Fläche: 24.343.173 m²

Bürgermeister: Gerhard Wilke Dorfstraße 8, 16845 Stüdenitz-Schönermark GT Schönermark

 

Tel. 033973/50295 oder Mobil 0172 3804159

Gesprächstermine nach telefonischer Vereinbarung

 

Vorgeschichte:
Das Gebiet der heutigen Prignitz gehört zur Norddeutschen Tiefebene. In ihren landschaftlichen Strukturen ist sie von den Eiszeiten gestaltet worden. Kälte- und Wärmeperioden wechselten sich in einem Zeitraum von etwa einer Million Jahren ab. Gewaltige Eismassen schoben sich von Norden her bis an die Mittelgebirge. Sie führten riesige Massen Feldgestein mit sich.

Vor der Besiedlung durch die Deutschen im 12. Jahrhundert bedeckten riesige Wälder den Boden. Die Landschaft, in der das heutige Stüdenitz liegt, war schon vor dem Beginn der Zeitrechnung besiedelt. Das bezeugen Ausgrabungen aus der Bronzezeit.

Zu Beginn der Zeitrechnung lebten im Gebiet der Prignitz germanische Stämme. Im 4. Jahrhundert nahm die "Völkerwanderung" zu. Die germanischen Stämme zogen in Richtung Westen. Aus den östlichen Gebieten zogen die Slawen in das verlassene Gebiet. Über die Elbe hinweg gab es einen lebhaften Handelsverkehr. Doch es kam auch zu räuberischen Überfällen und Auseinandersetzungen. Um 946 gründete Otto I. die Bistümer Havelberg und Brandenburg (948) als Ausgangspunkt für die Christianisierung der Slawen. Die ältesten Teile des Havelberger Domes könnten aus dieser Zeit stammen. 983 kam es zu einem Slawenaufstand durch den viele Gebiete verloren gingen. Sie konnten im 11. Jahrhundert nicht zurückgewonnen werden.

Der Wendenkreuzzug 1147
Eine neue Entwicklung brachte erst der Wendenkreuzzug 1147. Ein großes Heer drang weit in den Osten ein. Nach dem Ende des Kreuzzuges besaß der Markgraf Albrecht die Hälfte von Havelberg. Der Bischof besaß die andere Hälfte, dazu die "terrae" Nitzow, Wittstock und Putlitz. Um 1300 jedoch besaß der Markgraf die ganze Prignitz, mit Ausnahme der bischöflischen Besitzungen. Diese wurden durch 1320 durch das Land Zechlin vergrößert, wobei der Markgraf Ludwig 1347 das Land Grabow an den Herzog von Mecklenburg abtrat und 1349 das Land Wusterhausen an den Grafen von Lindow verlor. 1349 erscheint der Name "Prignitz" zum ersten Mal in einer Urkunde.

Besiedlung
Um das Land zu sichern, versuchte man Siedler aus dem Westen zu locken. Viele Menschen kamen aus der Altmark, dem Harzgebirge, Flandern und Westfalen. Die Besiedlung vollzog sich über einen längeren Zeitraum und war ca. 1300 abgeschlossen. Es blieben aber auch Slawen im Land. Dorfnamen, die auf "...hagen" enden, zeigen, dass hier deutsche Siedler anwesend waren. Viele Dörfer tragen Namen, die auf die slawische Herkunft schließen lassen. Slawische und deutsche Siedlungen lagen dicht bei einander.

Stüdenitz - slawisch oder germanisch
Aus dieser geschichtlichen Entwicklung abgeleitet, kann der Name "Stüdenitz" doppelt gedeutet werden. Nach der slawischen Version geht der Name auf "Studenec" zurück, das mit "Quell, Brunnen" übersetzt werden kann. Es gibt aber auch die These vom germanischen Ursprung. "Stude" kann mit Stute, und "itz" mit äsen, weiden in Verbindung gebracht werden. Daher könnte Stüdenitz auch "Stutenweide" bedeuten.

30. August 1866 - Der große Brand
An diesem Schreckenstag fiel das halbe Dorf in Schutt und Asche. Die Getreideernte war gut und lag geborgen in den Scheunen. Die weißgetünchten Häuser glänzten im Mondschein. Die Wohnhäuser waren fast alle strohbedeckt und standen mit dem Giebel an der Straße.

Plötzlich leuchtete es in der Mitte der Lohmer Straße auf der linken Seite hell auf. Wenig später brannte die Scheune auf der Hofstelle Nr. 43 lichterloh. Der südwestliche Wind trieb die Flammen auf der linken Seite von Gehöft zu Gehöft, der Funkenregen überspringt die neue Kirche, die den Brand übersteht. Doch die Flammen greifen auf die Dächer der Kyritzer Straße über. 25 Gehöfte mit gefüllten Scheunen wurden ein Raub der Flammen. Insgesamt wurden 97 Gebäude zerstört. Glücklicherweise befanden sich die Tiere auf den Weiden.

Doch bereits zu Martini 1866 stand auf jedem Hof ein neuer massiver Stall für das Vieh. Bis zum Herbst 1867 entstanden ein Wohnhaus nach dem anderen. Gespanne fuhren andauernd Baumaterial heran. Zum Erntedankfest konnten alle Stüdenitzer wieder aus der eigenen Haustür zur Kirche gehen und Dank sagen, für gutes Gelingen beim Bau, für eine gute Ernte und für die Hilfe, die sie von Nachbarn aus den umliegenden Dörfern erhalten haben.

 

Schönermark

 

Die Ersterwähnung von Schönermark datiert aus dem Jahr 1336. Neben der Spätgotischen Feldsteinkirche und stattlichen Bauernhäusern aus dem 19. Und 20. Jahrhundert ist besonders die Kunstgießerei von Horst Borchardt zu erwähnen, die den Ort über die grenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Schönermark gehörte bis Januar 2002 zum Amt Kyritz, danach wechselte der Ort in das Amt Neustadt (Dosse) und schloss sich mit Stüdenitz zu einer Gesamtgemeinde zusammen.

 

Sehenswürdigkeiten und touristische Angebote

o Neugotische Kirche mit Storchennest
o Mühlenberg
o Spätgotische Feldsteinkirche in Schönermark
o Bauernhäuser aus dem 19./20. Jahrhundert
o Kunstgießerei Borchardt in Schönermark